Bei einem Homepage-Baukasten wie Wix, Jimdo oder dem Baukasten von IONOS klickst du deine Seite im Browser aus Vorlagen zusammen. Hosting und Technik laufen beim Anbieter, du zahlst ein Abo. Eine individuelle Webseite plant und baut jemand für deinen Betrieb. Du zahlst einmalig für die Erstellung, danach für Hosting und, wenn du willst, für die Pflege.
Zur Einordnung: Wir verkaufen selbst Webseiten. Wann ein Baukasten völlig reicht, steht trotzdem weiter unten.
Der Vergleich auf einen Blick
| Baukasten | Individuelle Webseite | |
|---|---|---|
| Start | sofort, du baust selbst | nach Absprache, meist einige Wochen |
| Kosten am Anfang | gering | einmaliger Betrag für die Erstellung |
| Laufende Kosten | Abo, solange die Seite online ist | Hosting, optional Betreuung |
| Dein Zeitaufwand | hoch: Texte, Bilder, Aufbau, Technik | gering: Infos liefern, Feedback geben |
| Gestaltung | Vorlagen, anpassbar im Rahmen des Editors | frei, passend zu deinem Betrieb |
| Ladezeit | hängt vom Anbieter ab, wenig Einfluss | lässt sich gezielt optimieren |
| Umzug | Design meist nicht übertragbar | Code und Daten gehören dir, wenn das vereinbart ist |
| Änderungen | jederzeit selbst | über Betreuung oder ein eigenes Redaktionssystem |
Zeitaufwand: Das Zusammenklicken ist nicht das Problem
Baukästen sind einfach zu bedienen. Unterschätzt wird meist alles drumherum: was du über deine Leistungen schreibst, welche Fotos du hast und wie du es so formulierst, dass jemand anruft.
Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung. Manche Anbieter helfen dabei, Jimdo etwa bietet einen Service für Rechtstexte an. Die richtigen Angaben liefern und aktuell halten musst du aber selbst. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du eine Fachperson.
Bei einer Agentur lieferst du Infos und Fotos, gibst Feedback und bekommst eine fertige Seite. Wenn deine Zeit im Tagesgeschäft knapp ist, entscheidet oft dieser Punkt.
Kosten: Rechne über mehrere Jahre
Baukästen werben mit niedrigen Einstiegspreisen: Im ersten Jahr kostet ein Tarif oft nur wenige Euro im Monat, danach gilt der reguläre Preis. Die Domain ist im ersten Jahr häufig kostenlos und danach kostenpflichtig.
Schau deshalb auf den Preis nach der Aktionszeit. Zahlst du danach zum Beispiel 18 € im Monat, sind das 216 € im Jahr und über fünf Jahre gut 1.000 €, dazu die Domain.
Bei einer gekauften Webseite zahlst du am Anfang mehr. Bei Foxstack beginnt die Starter-Webseite, eine Landingpage, bei 999 €. Dazu kommt das Hosting, das du selbst organisierst oder über eine Betreuung abdeckst: Betreuung S kostet ab 49 € im Monat, also ab 588 € im Jahr, und umfasst Hosting, SSL-Zertifikat, technische Erreichbarkeit und ein monatliches Backup.
Dazwischen liegt das Webseiten-Abo. Bei Abo Start zahlst du einmalig 99 € Einrichtung und danach 79 € im Monat. Darin sind Hosting, Domain und 15 Minuten Änderungen pro Monat enthalten. Die Mindestlaufzeit beträgt 3 Monate. Alle Foxstack-Preise sind netto, dazu kommen 19 % Umsatzsteuer.
Rein in Euro ist der Baukasten in diesen Beispielen am günstigsten. Der Unterschied liegt in deiner Zeit und darin, was die Seite für dich erledigt. Wovon der Preis einer Webseite abhängt, steht im Artikel Was kostet eine Webseite?
Ladezeit und Google
Auch mit einem Baukasten wirst du bei Google gefunden. Gängige Baukästen bringen Seitentitel, Beschreibung und mobile Darstellung mit. Entscheidend sind die Inhalte und, für lokale Betriebe, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Wie du es einrichtest, steht in der Anleitung zum Google-Unternehmensprofil.
Die Ladezeit zählt ebenfalls. Google misst sie mit den Core Web Vitals, drei Werten zu Ladezeit, Reaktionszeit und Stabilität des Layouts. Laut Google fließen sie in die Bewertung ein, die Relevanz der Inhalte hat aber Vorrang. Eine schnelle Seite mit dünnem Inhalt landet also nicht automatisch weit oben.
Baukästen können durchaus flott laden, auf die Technik dahinter hast du aber wenig Einfluss. Eine individuell gebaute Seite lässt sich gezielt schlank halten und lädt nur, was wirklich gebraucht wird. Prüf deine aktuelle Seite oder eine Beispielseite deines Wunsch-Baukastens mit dem kostenlosen Google-Tool PageSpeed Insights. Dann siehst du, wie schnell sie auf dem Handy lädt.
Eigentum und Umzug
Beim Baukasten läuft deine Seite auf der Technik des Anbieters. Wix schreibt in seiner Hilfe, dass eine Wix-Seite auf den Wix-Servern laufen muss und externes Hosting nicht unterstützt wird. Bei einem Wechsel nimmst du Texte und Bilder mit, notfalls per Kopieren, das Design baust du beim neuen Anbieter in der Regel neu auf. Prüf deshalb vor dem Start, welche Exportmöglichkeiten dein Baukasten bietet.
Am wichtigsten ist die Domain. Sie steht auf Visitenkarten, am Firmenwagen und im Google-Profil. Achte darauf, dass sie auf deinen Namen läuft und du sie zu einem anderen Anbieter umziehen kannst. Das gilt beim Baukasten genauso wie bei einer Agentur.
Bei einer individuellen Webseite klärst du vorher, wem Quellcode, Zugänge und Domain gehören. Kaufst du deine Webseite bei Foxstack, gehört dir nach dem Launch alles, und du kannst die Seite jederzeit zu einem anderen Hoster oder einer anderen Agentur mitnehmen.
Pflege: Wer ändert die Öffnungszeiten?
Hier hat der Baukasten einen echten Vorteil: Du änderst Texte, Bilder oder Öffnungszeiten sofort selbst.
Bei einer individuellen Webseite gibt es zwei Wege. Entweder übernimmt die Agentur kleine Änderungen, bei Foxstack etwa eine kleine Änderung pro Monat in der Betreuung M (ab 89 € im Monat) oder bis zu zwei Stunden in der Betreuung L (ab 149 € im Monat). Oder du bekommst ein Redaktionssystem (CMS), in dem du Inhalte selbst bearbeitest. Das kostet bei der Erstellung extra, lohnt sich aber, wenn du häufig etwas änderst.
Wann ein Baukasten reicht
Ein Baukasten ist eine gute Wahl, wenn …
- du gerade gründest und erst einmal testen willst, ob dein Angebot ankommt,
- dein Budget im Moment sehr knapp ist,
- dir eine digitale Visitenkarte genügt: wer du bist, was du machst, wie man dich erreicht,
- du gern gestaltest und dir die Zeit dafür nimmst,
- du Inhalte sehr oft selbst änderst, zum Beispiel Termine oder Aktionen.
Dann fang mit dem Baukasten an, das ist kein Fehler. Achte nur von Anfang an darauf, dass die Domain auf dich läuft.
Wann sich eine individuelle Webseite lohnt
Eine Agentur lohnt sich eher, wenn …
- die Webseite regelmäßig Anfragen bringen soll und nicht nur „da sein“,
- du in deiner Region mit vielen Anbietern aus deiner Branche konkurrierst,
- dir die Zeit fehlt, dich selbst einzuarbeiten,
- du Funktionen brauchst, die genau zu deinen Abläufen passen, etwa einen Preisrechner oder eine geführte Anfrage,
- du die Seite später ohne Neubau zu einem anderen Anbieter mitnehmen willst.
Welche Webseiten wir für Betriebe aus der Region gebaut haben und was unsere Pakete enthalten, zeigt die Seite Webdesign in Gießen. Worauf du beim Vergleich von Agentur-Angeboten achtest, steht im Artikel Was kostet eine Webseite?