Im Google-Unternehmensprofil stehen Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen deines Betriebs, in der Google-Suche und auf Google Maps, oft noch bevor jemand deine Webseite öffnet.

Das Profil ist laut Google kostenlos. Es ist aber nur für Unternehmen gedacht, die persönlichen Kontakt zu Kunden haben: entweder an einem Standort, den Kunden besuchen können, oder weil du zu deinen Kunden fährst. Reine Online-Geschäfte bekommen kein Profil.

Die Menüpunkte folgen der offiziellen Google Unternehmensprofil-Hilfe (Stand Oktober 2026). Google ändert die Oberfläche aber regelmäßig.

Schritt 1: Profil anlegen oder beanspruchen

Prüfe zuerst, ob es bei Google schon einen Eintrag zu deinem Betrieb gibt, den noch niemand beansprucht hat.

Der Eintrag existiert schon: Öffne Google Maps, suche nach deinem Firmennamen und deiner Stadt und wähle „Inhaberschaft für dieses Unternehmen geltend machen“ und danach „Jetzt verwalten“. Hat jemand anderes das Profil bereits bestätigt, etwa ein früherer Mitarbeiter oder ein Dienstleister, kannst du beim aktuellen Profilinhaber die Inhaberschaft beantragen.

Es gibt noch keinen Eintrag: Rufe business.google.com/add auf, wähle „Unternehmen zu Google hinzufügen“ und folge den Schritten. Du brauchst dafür ein Google-Konto.

Leg das Profil mit einem Konto an, auf das du dauerhaft Zugriff hast. Auch wenn dir jemand hilft, sollte es am Ende dir gehören.

Schritt 2: Die Bestätigung

Erst nach der Bestätigung kannst du das Profil voll verwalten. Welche Methode du bekommst, entscheidet Google automatisch, unter anderem nach Unternehmensart, Region, Öffnungszeiten und öffentlich verfügbaren Informationen. Du kannst sie nicht frei wählen, manchmal sind auch mehrere Schritte nötig.

MethodeSo läuft es ab
Telefon oder SMSDu bekommst einen Code und gibst ihn im Profil ein. Den Anruf musst du unter deiner geschäftlichen Nummer annehmen.
E-MailDu folgst der Anleitung in einer E-Mail an die angezeigte Adresse.
VideoaufnahmeDu filmst mit dem Smartphone über dein Profil, ohne Schnitt und mindestens 30 Sekunden lang: Standort, Firmenschild oder Werkzeug und etwas, auf das nur du Zugriff hast.
Live-VideoanrufDu zeigst dasselbe live im Gespräch mit dem Google-Support. Das geht nur während deiner Öffnungszeiten.
PostkarteEin fünfstelliger Code kommt per Post, laut Google meist innerhalb von 14 Tagen. Er läuft nach 30 Tagen ab.

Danach prüft Google deine Angaben. Das kann bis zu fünf Arbeitstage dauern, in seltenen Fällen länger. Spätere Änderungen an Name oder Kategorie können laut Google eine erneute Bestätigung auslösen. Leg beides also gleich sorgfältig fest.

Schritt 3: Name, Adresse und Einzugsgebiet

Name: Trag deinen Namen genau so ein, wie er auch offline erscheint, zum Beispiel auf dem Schild oder dem Briefpapier. Slogans, Suchbegriffe wie „Bester Elektriker Gießen“, Telefonnummern und Ortsangaben, die nicht Teil deines echten Namens sind, verstoßen gegen Googles Richtlinien.

Adresse: Die Adresse muss deinem tatsächlichen Standort entsprechen. Postfächer sind nicht erlaubt, ein virtuelles Büro nur, wenn es während deiner Öffnungszeiten mit Personal besetzt ist.

Einzugsgebiet: Fährst du zu deinen Kunden, etwa als Handwerker, Reinigungsfirma oder Umzugsunternehmen, gibst du ein Einzugsgebiet an, also die Orte, in denen du arbeitest. Dabei gilt:

Empfängst du an deiner Adresse keine Kunden, etwa weil du von zu Hause arbeitest, entfernst du die Adresse aus dem Profil. Hast du einen Laden und fährst zusätzlich zu Kunden, darfst du beides angeben.

Schritt 4: Die richtigen Kategorien

Laut Google beeinflussen die Kategorien deine Platzierung in den lokalen Suchergebnissen. Die erste Kategorie ist deine Hauptkategorie, dazu kannst du bis zu neun weitere wählen.

Schritt 5: Öffnungszeiten, Telefon und Webseite

Öffnungszeiten: Trag deine regulären Zeiten ein und pflege Feiertage oder Betriebsurlaub als Sonderöffnungszeiten. Arbeitest du ausschließlich nach Termin, sollst du laut Google keine Öffnungszeiten angeben.

Telefon: Hinterlege eine Nummer, die direkt bei dir ankommt. Sonderrufnummern und Weiterleitungsnummern, die Anrufer nicht direkt mit dir verbinden, sind nicht erlaubt.

Webseiten-Link: Google verlangt eine Seite, die deinen konkreten Betrieb darstellt. Links, die Besucher auf eine andere Seite umleiten, etwa auf eine Social-Media-Seite, sind nicht zulässig.

Das Profil liefert die Kurzinfo, die Webseite die Details wie Leistungen, Preise und Anfrageformular. Wie beides zusammenspielt, erklärt der Artikel Lokales SEO.

Schritt 6: Beschreibung und Fotos

Beschreibung: Der Text erscheint im Bereich „Vom Unternehmen“ und darf bis zu 750 Zeichen lang sein. Schreib sachlich, was du anbietest, für wen und wo. Links, HTML-Code und Werbung für Aktionen, günstige Preise oder Angebote sind darin nicht erlaubt.

Ein Beispiel für einen Malerbetrieb: „Malerbetrieb für Innenräume und Fassaden. Wir arbeiten für Privat- und Gewerbekunden im Raum Gießen und Wetzlar und übernehmen Tapezieren, Lackieren und Fassadenanstriche.“

Fotos: Lade ein Logo, ein Titelbild und Fotos der Außenansicht hoch. Die Außenansicht hilft Kunden, dich vor Ort zu finden. Dazu passen echte Bilder von Team, Räumen und typischen Arbeiten. Googles Vorgaben:

Neue Fotos werden geprüft und können 24 bis 48 Stunden brauchen, bis sie sichtbar sind.

Schritt 7: Beiträge nutzen

Über „Beiträge“ und „Beitrag hinzufügen“ veröffentlichst du Neuigkeiten direkt im Profil. Google bietet drei Arten an:

Beiträge lassen sich planen. Hast du keinen Zeitraum angegeben, archiviert Google sie nach sechs Monaten. Ein Beitrag alle paar Wochen zeigt Besuchern, dass dein Betrieb aktiv ist.

Schritt 8: Bewertungen sammeln und beantworten

Bewertungen, bei Google „Rezensionen“ genannt, stehen direkt im Profil und prägen den ersten Eindruck.

So bittest du um Bewertungen

Im Profil findest du unter „Rezensionen lesen“ und „Mehr Rezensionen erhalten“ einen Link und einen QR-Code, die direkt zum Bewertungsformular führen. Den QR-Code kannst du laut Google derzeit nur im Browser am Computer erzeugen. Deine Kunden brauchen zum Bewerten ein Google-Konto.

Gute Gelegenheiten sind der Moment nach einem abgeschlossenen Auftrag, ein Hinweis auf der Rechnung oder eine Karte an der Kasse. Willst du Kunden per E-Mail um eine Bewertung bitten, kläre vorher, ob das in deinem Fall zulässig ist, denn solche Anfragen können als Werbung gelten. Das ist keine Rechtsberatung.

Was Google verbietet

Laut Googles Richtlinien sind unter anderem nicht erlaubt:

Solche Rezensionen entfernt Google. Zusätzlich kann Google das Profil einschränken: Dann erscheinen eine Zeit lang keine neuen Bewertungen, bestehende werden ausgeblendet, oder im Profil steht ein Hinweis, dass gefälschte Rezensionen entfernt wurden.

Richtig antworten

Antworten kannst du unter „Rezensionen lesen“ über „Antworten“. Google prüft die Antwort, bevor sie öffentlich erscheint. Googles Empfehlungen in Kürze:

Eine ruhige, sachliche Antwort auf eine schlechte Bewertung zeigt späteren Lesern, wie du mit Problemen umgehst.

Selbst machen oder machen lassen?

Alles in dieser Anleitung kannst du selbst erledigen. Plane etwas Zeit ein, vor allem für gute Fotos und eine sorgfältige Beschreibung.

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